Optik - ABC

OptikZielfernrohr
Absehen

Achromat

Austrittspupille  

Binokular

Brillenträger-Okular

Dämmerungszahl

Dichtigkeit

Dioptrieausgleich

Druckwasserdicht

Farbsäume

Gummiarmierung

Justierung

Lichtdurchlässigkeit

Lichtstärke

Objektivdurchmesser

Okular

Monokular

Nachtglas

Randschärfe

Restlichtverstärker

Schussfestigkeit

Sehfeld

Spritzwasserdicht

Stativ

Stickstofffüllung

Transmission

Vergrößerung

Vergütung

 

Die Vergrößerung

.wird bei der Modellbezeichnung immer zuerst angeben, z.B. 8x56. Bei einer 7-fachen Vergrößerung sieht man das Objekt 8mal näher als es in Wirklichkeit ist.

Bei variabler Vergrößerung kann man die Vergrößerung einstellen. Z.B. 3-12x56. Hier kann man die Optik von 3facher bis 12facher Vergrößerung wählen.

Kleine Vergrößerung = großes Sehfeld, um schnell etwas zu erfassen.
Große Vergrößerung = kleines Sehfeld, um Details zu erkennen.

Der  Objektivdurchmesser

Objektiv nenn man die dem Objekt zugewandte Seite.
Die Zahl nach dem Multiplikationssymbol x, zum Beispiel 8x56 oder 2,5-10x48 bezeichnet immer den Objektivdurchmesser in Millimetern. Sie ist ein Maß für die Lichtmenge, die in das Fernglas treten kann. 
Für die Beobachtung bei Tag ist ein Objektivdurchmesser von 20 mm ausreichend. In der Dämmerung sollte das Objektiv von dem noch vorhandenen Licht soviel wie möglich aufnehmen, und das erreicht man nur mit einem großen Durchmesser (ab 50 mm)

Die   Austrittspupille

ist der Durchmesser des Lichtbündels, das aus dem Okular austritt und die Pupille des Auges erreicht. Sie errechnet sich aus dem Objektivdurchmesser dividiert durch Vergrößerung. Die vom menschlichen Auge nutzbare Austrittspupille liegt zwischen 2 und 7mm. Beim 7x50 Fernglas ergibt sich eine Austrittspupille von 7,1 mm Durchmesser, beim 10x56 ergibt sie 5,6 mm.
Bei älteren Menschen (über 50 Jahre) öffnet sich die Pupille oft nicht mehr auf die maximale Größe und in diesem Fall kann die höhere Lichtstärke eines Fernglases nicht ausgenutzt werden.Bei guten Optiken ist die Austrittspupille exakt rund. Man kann dies prüfen, wenn man das Glas ca. 20cm vom Auge entfernt gegen das Licht hält.

Die Dämmerungszahl

ist ein errechneter, also theoretischer Wert. Er ist unabhängig von der Qualitätsstufe, dem Preis oder dem Hersteller immer dann gleich, wenn die Vergrößerung und der Objektivdurchmesser gleich sind. 
Er errechnet sich aus der Formel 
"Wurzel aus (Vergrößerung x Objektivdurchmesser)". 

Die Dämmerungszahl beträgt z.B. bei 

  •  8x56 : 21,2
  •  7x50 : 18,7
  • 10x40 : 20,0.

Das Sehfeld

ist der überschaubare Ausschnitt, gemessen bei einem Abstand von 100 bzw. 1000 m vom Objekt. Meist wird das Sehfeld in Metern angegeben. Bei Sehfeldern von über 120 m spricht man von "Großfeld" und bei mehr als 150 m von "Weitwinkel".
Weitwinkel-Ferngläser sind besonders für sich bewegende Objekte (Fußball, Pferderennen) empfehlenswert.

Die Größe des Sehfeldes ist - neben der Konstruktion - von der Vergrößerung abhängig. Je größer - bei gleicher Bauart - die Vergrößerung, desto kleiner das Sehfeld. Und umgekehrt.

Die Vergütung
bewirkt zusätzlich, dass das Bild kontrastreicher und schärfer erscheint. 
Normale optische Linsen haben die Eigenschaft, einen Teil des einfallenden Lichtes zu reflektieren. Es entsteht ein Lichtverlust und eine Verminderung des Kontrastes durch Streulicht. Um diesen Effekt zu verhindern, müssen alle Glas-/Luftflächen vergütet sein.

Die Lichtdurchlässigkeit (Transmission)

nennt man die Fähigkeit von optischen Systemen, möglichst viele Lichtstrahlen "durchzulassen". Bei einem guten Zielfernrohr oder Fernglas sollte der Lichtdurchlässigkeitsgrad 90 Prozebt betragen.

Ein unvergütetes Fernglas läßt nur 40% des einfallenden Lichts durch. Die auf dem Markt verbreiteten vollvergüteten Gläser lassen ca. 60% Licht durch, Qualitätsoptiken ca. 80%.

Nur die Spitzenqualitäts--Produkte garantieren einen Lichtdurchlass von ca. 90% (z.T. sogar darüber)

z.B. 

  • Victory, V/VM von Zeiss
  • SLC, EL und PV/PF von Swarovski
  • BN von Leica
  • L/LM von Schmidt&Bender

Die geometrische Lichtstärke

ist der rechnerische Helligkeitswert eines Fernglases. Modelle mit hoher Lichtstärke sind besonders für Beobachtungen in der Dämmerung geeignet.
Formel zur Berechnung der Lichtstärke: (Objektiv Ø : Vergrößerung) zum Quadrat)
z.B beim 10 x 50 : ( 50 : 10 )² = 5² = 25
Bei dieser Berechnung der Lichtstärke wird nicht eine leistungssteigernde Ausstattung des Glases berücksichtigt, wie z.B. Mehrschichtvergütung, Qualität des optischen Glases usw. .
Um eine Lichtstärke des Fernglases ausnutzen zu können, ist es jedoch Voraussetzung, dass sich die Pupille des Benutzers auf die Größe der Austritts-Pupille des Fernglases vergrößert. Bei älteren Menschen (über 50 Jahre) öffnet sich die Pupille oft nicht mehr auf die maximale Größe und in diesem Fall kann die hohe Lichtstärke eines Fernglases (z.B. 7x50)  nicht ausgenutzt werden.

Die Randschärfe

Technisch bedingt liegt in der Bildmitte die größte Bildschärfe. Zum Rand hin nimmt bei jeder Optik die Bildschärfe ab. Diese Abnahme der Bildschärfe ist abhängig von der eingesetzten Material- und Fertigungstechnik. So ist bei sehr preiswerten Optiken normalerweise ein höherer Randschärfe-Abfall als bei teuren Markengläsern zu verzeichnen.

Achromat

Beim Einfall von Lichtstrahlen kann es zu Farbfehlern, sogenannte Farbsäume, kommen. Der Achromat ist ein System von zwei oder mehreren Objektivlinsen, die aus verschiedenen, genau aufeinander abgestimmten Glassorten bestehen, um diesen Effekt zu vermindern.

Das Okular

ist die dem Auge zugewandte Seite der Optik. 
Das Okular besteht meist aus Achromaten (3-6 Einzellinsen). Die optische Qualität (Farbkorrektur, Bildverzeichnung, Bildschärfe) wird durch die Güte des Okulars mitbestimmt.

Das Brillenträger-Okular (B)

bietet mit und ohne Brille das volle Sehfeld.
Um das Fernglas den unterschiedlichen Augenabständen der Benutzer anzupassen, ist es um die Mittelachse schwenkbar. Der richtige Augenabstand ist dann eingestellt, wenn der Benutzer einen Bildkreis bei der Beobachtung sieht. Ohne Brille wird der notwendige Augenabstand bei Ferngläsern auf drei verschiedene Weisen hergestellt: Augenmuschel mit Schiebemechanik, Augenmuschel mit Drehmechanik, Gummistülpmuschel. Für den Brillenträger werden die Augenmuscheln umgefaltet bzw. in die flache Stellung gebracht, der Nichtbrillenträger benutzt sie in gestreckter bzw. ausgezogener Stellung. Merke: nicht die Mechanik bzw. Stülpmuschel macht das Brillenträger-Okular - es gibt zahlreiche Okulare mit Gummimuschel, die mit Brille nur 50% des normalen  Sehfeldes bieten - sondern es kommt auf die Konstruktion der Optik an.

Dioptrie-Ausgleich

Bei Ferngläsern mit Mitteltrieb-Einstellung ist das rechte Okular drehbar. Damit kann die Fehlsichtigkeit des Benutzers ausgeglichen werden. Bei Modellen mit Einzel-Okulareinstellung sind beide Okulare drehbar und dienen ebenfalls zur Scharfeinstellung.

Gummiarmierung (GA)

Ferngläser mit Gummiarmierung sind für den harten, berufsmäßigen Einsatz empfehlenswert. Die meist schwarze oder oliv-grüne Gummiarmierung schützt das Fernglas bei Stoß, Fall und bei Spritzwasser. Die Gummiarmierung bei hochwertigen Markengläsern ist zudem noch öl- und säurebeständig.

Justierung
Unter einer Justierung bei Ferngläsern versteht man die parallele Ausrichtung der beiden Fernglashälften. Wird ein Fernglas hart gestoßen oder fällt es z. B. auf den Boden, werden die Prismen verschoben und das Glas ist dejustiert. Bei Beobachtungen durch ein dejustiertes Fernglas-Modell erscheinen dem Betrachter die Konturen verschoben (Doppelbild). Eine leichte Dejustierung des Modells wird eventuell durch die Akkomodierung (Anpassung) der Augen ausgeglichen, bei längerem Sehen treten dann aber Kopfschmerzen auf. In jedem Fall ist ein dejustiertes Fernglas zur Reparatur zu bringen.

Stativ-Anschluss

Bei vielen Fernglas-Modellen ist bereits ein Stativgewinde eingesetzt. Diese Ferngläser können mit Hilfe eines Stativ-Adapters auf ein Stativ aufgeschraubt werden und garantieren ein “ruhiges” Bild.

Nachtglas

Als Nachtgläser werden Modelle bezeichnet, die eine hohe Lichtstärke und Dämmerungszahl aufweisen
(z.B. 7x50, 8x56, 9x63, 11x80 usw.)

Restlichtverstärker

Restlichtverstärker sind für den Einsatz in der Nacht konzipiert. Auch in der Nacht gibt es noch das so genannte "Restlicht" (Sternenlicht, Mondlicht usw.). Dieses Restlicht wird elektronisch im Fernglas bis zu 50.000x verstärkt. Durch den Einsatz eines zusätzlichen LASERS wird die Beobachtungs--Möglichkeit des Restlichtverstärkers noch wesentlich erweitert. Das elektronische Bild eines RV ist aber in der Schärfe und Brillanz nicht mit einem optischen Bild eines Prismenglases zu vergleichen

Binokular

Binokulare Ferngläser haben zwei Okulare

Monokular

Monokulare Ferngläser haben nur ein Okular (einäugig)

Dichtigkeit

Zielfernrohre und Ferngläser sind mit einer äußerst präzisen Mechanik versehen. Das optische System ist sehr empfindlich. Es dürfen daher  kein Staub oder Regentropfen in das Innere gelangen. Wenn die Gläser nicht dicht sind, besteht die Gefahr des Beschlagens. Da man die Linsen - im Gegensatz zu Brillen - nicht von innen reinigen kann, sind sie ruiniert, wenn sie beschlagen.

Durch die Gasfüllung mit sauberen und trockenen Stickstoff wird ein "Innenklima" geschafft, die das Beschlagen verhindert, vorausgesetzt das Glas ist auch dicht.

Spritzwasserdicht sind Gläser, die kleine Regenschauer aushalten.

Druckwasserdicht sind Gläser, die auch ein Wasserbad bis zu 10 m Tiefe aushalten.

Schussfestigkeit

Bei der Schussabgabe wirken unterschiedliche Kräfte auf das Zielfernroh ein (Rückstoss und viele unterschiedliche Schwingungen). Diese führen zu einer starken Belastung.

Zielfernrohre sind schussfest, wenn sie diese Kräfte aushalten, ohne dass sich am Gehäuse, der Mechanik oder am Absehen irgendwelche Veränderungen ergeben, die sich negativ auf das Schießergebnis auswirken können.

 

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