Ferngläser für Jäger

OptikNachtglastest

Tagesglas für die Bergjagd und Tagespirsch

Alle sehr leichten und kompakten Ferngläser

Vorteil:

  • kein Ermüden beim Tragen

Nachteil:

  • Objektivdurchmesser 
    meist von 20 - 32 mm
  • kleine Austrittspupille
  • geringes Sehfeld
  • ungeeignet für die Jagd bei schlechtem Licht
  • je kleiner, desto schlechter bedienbar insbesondere mit Handschuhen im Winter

Es gibt zwei Gruppen von Tagesgläsern: 

Faltgläser, z.B. Pocket von Swarovski  Faltgläser

  • extrem klein, passen sogar in die Hemdtasche
  • nur spritzwasserfest, nicht druckwasserdicht
z.B. 8x20, 10x25

Taschenfernglas, z.B. Zeiss 8x30 Diafun   Taschenferngläser

  • leicht (unter 600 Gramm)
  • oft druckwasserdicht

z.B. 8x30, 8x32, 10x30


Universal-Ferngläser

alle vielseitig verwendbare Ferngläser, die vom Gewicht und Größe her noch führig sind, aber auch den Einsatz bei sehr geringem Licht erlauben.

Nachteil

  • fehlende Dämmerungsleistung in der Nacht
  • Vergrößerung: 7- bis 10x
  • Objektivdurchmesser : 
    ca. 40 Millimeter

  Vorteil

  • geringeres Gewicht als Nachtgläser
  • leistungsstärker als Tagesgläser

Universalgläser, z.B. von Leica

z.B. 7x42, 8x40, 8x42, 8,5x42, 10x40, 10x42


Nachtgläser

Alle lichtstarken Gläser mit hoher Dämmerungsleistung

Als Nachtglas schlechthin gilt das 8x56: Vergrößerung, Tiefenschärfe, Bildhelligkeit und Sehfeld stellen bei diesem Glas einen gelungenen Kompromiss dar. Achtfach vergrößernde Gläser erlauben noch gut das Freihandbeobachten.

Dennoch haben auch die 8x50 und 7x50 Ferngläser, die leichter und kompakter sind einen guten Ruf als Nachtglas

 
  • Vergrößerung: 7- bis 10x
  • Objektivdurchmesser: 
    50 Millimeter und größer

Nachtglas, z.B. Zeiss 8x56 ClassiC      Nachglas, z.B. 10x50 SLC von Swarovski         

z.B. 7x50, 8x50, 8x56, 10x50, 10x56


Spezial-Fernglas

1. Hochvergrößerndes Fernglas

Vorteil:

  • bei gutem Licht auf weite Entfernungen Details erkennen
  • beim Nachteinsatz etwas dunkler als Nachtgläser, aber mit besseren Details

Nachteil:

  • nicht freihändig zu halten, benötigen Stativ oder Auflage
  • extrem hohes Gewicht

  • Vergrößerung: 12- bis 15x
  • Objektivdurchmesser: meist 
    um die 60 Millimeter

Hochvergrößerndes Fernglas, z.B. 12x50 BN von Leica

z.B. 
12x50, 15x56, 15x60, 15x63


2. Hochvergrößerndes Fernglas mit Bildstabilisator

Den Bildstabilisator unterdrückt das Zittern bei freihändigem Halten.

Mit dem Zeiss 20x60, das durch seine Austrittspupille nicht für die Nacht geeignet ist, kann man bei vernünftigem Licht Wild über große Entfernungen genau ansprechen.

Auch von Canon gibt es bildstabilisierende Ferngläser (10x, 12x, 15x, 18x).

Zeiss 20x60 S mit Bildstabilisator  Zeiss 20x60 S Mono mit Bildstabilisator

Der Bildstabilisator schaltet das Bildzittern aus. Keine Geräuschentwicklung. Per Knopfdruck sehen Sie sofort ein ruhigstehendes, farbechtes Bild. Ein Objekt, aus 500m Entfernung herangeholt, erleben Sei so, als wären Sie bis auf 25m herangekommen. Das Mitführen eines Spektivs erübrigt sich.


3. Zoom-Fernglas

 

Ihre Vergrößerung lässt sich z.B. von 7- bis 15fach oder von 8- bis 20fach stufenlos verstellen. 

Noch überwiegen die Nachteile wie

  • Störanfälligkeit
  • große Nahabstände
  • geringes Sehfeld

Daher haben sich Zoom-Ferngläser bisher im Jagdbetrieb nicht durchgesetzt. 

Das ist aber bestimmt nur noch eine Frage der Zeit.

4. Fernglas mit Entfernungsmesser
(und Kompass)

Von der Grundidee eine feine Sache. Aber sie sind relativ empfindlich, haben ein hohes Gewicht, große Abmessungen und einen extremen Preis. 

Leica 7x42 Geovid ohne Kompass

Ein jagdlich brauchbares Fernglas dieser Kategorie ist das Leica-Geovid 7x42 BD.

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